Fürsorgliche Mutter, reifes Kind


Zuwendung fördert geistige Entwicklung
Fürsorgliche Mutter, reifes Kind

Mütter, die ihre Kleinkinder besonders gut fördern, unterstützen die Gehirnentwicklung des Kindes. Gut behütete Kinder erinnern sich besser, sind emotional ausgeglichener und bewältigen Stress leichter. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Universität St. Louis.

Steuerzentrale Gehirn

Behütete Kinder entwickeln sich schneller. Dies ist allgemein bekannt. US-amerikanische Forscher widmeten sich diesem Phänomen nun genauer. Die Psychologen untersuchten über einen Zeitraum von drei Jahren die geistige Entwicklung von 92 Kindern zwischen drei und sechs Jahren. Sie führten verschiedene psychologische Tests mit den Kindern und ihren Müttern durch. Die Forscher ermittelten unter anderem, wie gut die Kinder sich erinnerten oder wie sie mit Stress umgingen. Zu Beginn und am Ende der Testphase bestimmten die Psychologen die Größe des Hippocampus im Gehirn der Kinder. Diese Gehirnregion hat vor allem drei Funktion: erinnern, Emotionen steuern und Stress bewältigen.

Parallel dazu beobachteten die Psychologen die Mütter und bewerteten nach einem Punktesystem, wie sehr die Mütter ihre Kinder während der Tests unterstützten.

Fürsorge beschleunigt Gehirnwachstum

Das Ergebnis: der Hippocampus wuchs bei Kindern, deren Mütter fürsorglich waren, besonders schnell. Behütete Kinder erinnerten sich besser, hatten ihre Emotionen leichter im Griff und gingen besser mit Stress um. Die soziale Stellung und das Alter der Kinder beeinflussten das Gehirnwachstum hingegen nicht.

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